Aller guten Dinge sind drei

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Aller guten Dinge sind drei

Das Dreikampf-Rennfieber ist ausgebrochen. Laufen, Schwimmen, Radfahren – drei Disziplinen, ein Wettbewerb: Triathlon. Immer mehr Hobbyathleten tun es den Profis nach, von der Volksdistanz bis zum Ironman.
 Ein Artikel von Kathrin Thoma-Bregar

Triathlonfieber_radfahrenGlasklares Wasser, dahinter Alpengipfel an Alpengipfel, das majestätische Schloss Herrenchiemsee vor der Nase. Der Startschuss fällt. An der Chieminger Bucht stürzen sich die Sportlerinnen und Sportler in die Fluten, der See brodelt. Nach einem fliegenden Wechsel wird die Jagd um die beste Platzierung im Rennradsattel fortgesetzt. Beim
abschließenden Lauf am Chiemsee-Ufer gibt jeder noch mal alles, angefeuert vom jubelnden Publikum. 2012 fand am Chiemsee der erste Triathlon statt, seitdem hat sich die Veranstaltung zum festen Bestandteil im bayerischen Rennkalender entwickelt. Nicht nur Stars der Szene wie Daniela Sämmler und Dirk Bockel gingen schon an den Start, auch Quereinsteiger wie die Biathlon-Stars Andreas Birnbacher oder Simon Schempp und Fußball-Weltmeisterin Petra Wimbersky.

Die Amis haben’s erfunden

Triathlonfieber_laufenSeine Wurzeln hat Triathlon im sonnigen San Diego in Kalifornien, wo in den 1970er Jahren der erste Wettkampf ausgetragen wurde. Das kleine Rennen mit 46 Teil-nehmern trug den Namen „Mission Bay Triathlon“, nach der vor San Diego gelegenen Lagune. 1989 gründete sich die Internationale Triathlon Union und legte die Gesamt-strecke von 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern Laufen als „Olympische Distanz“ beziehungsweise Kurzdistanz fest.

Das Nonplusultra für jeden Triathleten ist die Teilnahme an einem Ironman, allen voran dem Ironman auf Hawaii. Er gilt als härtester Wettkampf, am Stück müssen 3,8 Kilo-meter Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und zum Abschluss noch ein Marathon-Lauf absolviert werden. Und das durch die hawaiianisch heiße Lavawüste mit
böigen Seitenwinden von bis zu 80 Stundenkilometern.

Triathlonfieber_schwimmenGepäckträger und Brustschwimmen

Erster Triathlon im südostoberbayerischen Raum war der Thumsee Triathlon in Bad Reichenhall. Hier hat 1984 mitgemacht, wer einigermaßen sportlich war. Die größte Herausforderung für die meisten Starter war das Schwimmen, erinnern sich die beiden Initiatoren Gerti
und Herbert Gruber. Beide sind heute 80 Jahre alt. „Krauler sah man nur wenige, das Feld mühte sich im Bruststil durchs Wasser. Wärmende Neoprenanzüge waren ebenfalls unbekannt, man schwamm in Radlhose, Trikot und Schuhen, um in der Wechselzone möglichst schnell zu sein. Es gab aber auch Athleten, die sich nach dem Schwimmen erst mal in aller Ruhe abtrockneten. Es waren halt ganz andere Zeiten“, erzählt Gerti Gruber.

Triathlonfieber_chiemseeHobbys und Profis am Chiemsee

Längst hat sich der Triathlon-Sport hierzulande etabliert. Es gibt zahlreiche Wettkämpfe in der Region. Eine beliebte Serie ist die Triathlon-Trophy (www.triathlon-trophy.de). Hier haben sich mehrere Veranstalter zusammengeschlossen, um Hobbysportlern und ambitionierten Athleten perfekt organisierte Bewerbe zu bieten.

Ab heuer kommen auch beim Chiemsee-Triathlon auf der Volksdistanz Breitensportler auf ihre Kosten. „Die Idee kam aus der Mitte der Helfer und der Sportler und wir freuen uns, sie zum kleinen Jubiläum heuer umsetzen zu können“, sagt Veranstalter Sven Hindl. Hauptattraktionen bleiben aber die Mittel- und die Olympische Distanz.

Mehr unter www.wechselszene.com

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