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Exquisit zu Hause sein

Eine Galileo-Wissensreise bestätigt: Dem Luxus für zu Hause sind keine Grenzen gesetzt. Ob sinnvoll oder überflüssig – das gesamte Wohnumfeld eines Menschen kann heute vor Luxus strotzen, oft sind es nur einzelne Gegenstände, von denen man früher kaum zu träumen wagte. Immer öfter wird dabei originelles Design mit Nutzen verbunden und umgekehrt. Manchmal ist der Luxus für das freie Auge nicht einmal sichtbar. 

In der Küche sind die Zeiten von gewöhnlichen Gläsern schon längst vorbei. 200 Euro kostet jenes Weinglas, das in keinem Fall kaputt gehen sollte und welches heute nicht mehr nur ausschließlich in den Herrscherhäusern der Welt zur Grundausstattung zählt. Damit lässt es sich im Wohnzimmer mit einem Schlückchen Château Lafite – der Flaschenpreis liegt bei rund 200.000 Euro – exquisit gemütlich machen. Am besten in einem Ledersessel um 10.000 Euro, aus Häuten von glücklichen und perfekten Kühen. Das Carpaccio für den kleinen Snack portioniert ein Luxusmesser um 3.000 Euro. Tut nach dem Imbiss ein bisschen Bewegung gut, lädt ein 125 Kilo schwerer Fußballtisch mit goldenen Spielfiguren um 13.500 Euro zum teuersten Kickervergnügen der Welt. Vielleicht findet der Tisch Platz im Baumhaus – jenem kreativen Stück im Garten um die 50.000 Euro für Menschen, die sonst schon alles haben.

Acht Luxusgüter zum Wohnen

Die Mischung von Funktionalität, Form und Design macht jene exquisiten Güter für zu Hause aus, die innovativ, nützlich und ästhetisch ansprechend zugleich sind. Die ersten vier der folgenden im Trend liegenden Luxusgüter für zu Hause wurden beim Red Dot Design Award 2012 ausgezeichnet. Ein ausgewähltes Experten-Team kürt hier Produkte, welche sich durch besondere Detaillösungen hervortun.

Einst in unsichtbaren Ecken des Hauses versteckt, ist das Gebrauchsobjekt heute zentral und farbenfroh an der Wand in Szene gesetzt: der neue Feuerlöscher. Der Schutz wird dabei mitten in die Wohnwelt integriert, vorbei ist es mit dem Nischendasein. Neben dem ästhetischen Anspruch erfüllt das Objekt auch alle funktionalen Anforderungen.

Auch jene Zeiten, wo an originellen Verkleidungen für den Heizkörper getüftelt wurde, gehören der Vergangenheit an. Technische Details werden heute in Kunst gewandelt. Als flaches Bild mit optischen Wellenbewegungen – als Andeutung für den thermischen Austausch – hat der französische Designer Jean-Marie Massaud den Heizkörper als kunstvolle Skulptur entworfen. Vom Wohnzimmer hinaus in den Garten erwartet den Bewohner eine Sitzgelegenheit, die ungewöhnliches Design mit Funktionalität und Gemütlichkeit verbindet. Wie ein geschwungenes Blatt thront das Objekt Shallow Swing der deutschen Werkstatt für Holzgestaltung leicht und filigran im Garten. Der mit Stoff bespannte Holzrahmen eignet sich zum Sitzen, Liegen und Schaukeln.

Gemütlichkeit auf höchstem Niveau

Auf dem geschwungenen Blatt lässt es sich gut im Freien fernsehen. Per Knopfdruck fährt der elf-Meter große Bildschirm von Porsche-Design aus dem Boden. In nur 25 Sekunden entfaltet sich der Outdoor-TV. Dank innovativer Pixeltechnologie kann bei jeder Lichtsituation und bei direkter Sonneneinstrahlung ungestört fern gesehen werden.

Über lästige Küchengerüche nach der Zubereitung von Popcorn zum Lieblingsfilm muss man sich heute keine Sorgen mehr machen. Der Luftneutralisator, beziehungsweise Raumluftreiniger, in einem polierten Edelstahlgehäuse in der Größe von 33×44 Zentimeter für Räume um die 35 Quadratmeter, zählt zum sinnvollen Luxus für zu Hause. Er zerstört Gerüche, entkeimt, gibt dem Schimmel keine Chance und verbessert die Raumluft allgemein. Der Dunstabzug in der Küche wird überflüssig, zudem werden Pollen, Rauch- und Haustiergerüche beseitigt. Neben der Küche ist der Reiniger im Schuhschrank oder im Wellnessbereich einsetzbar, allerdings sollte er so hoch wie möglich angebracht werden.

Den langen Tag abspülen und entspannen. Das geht am besten in einer Fitness-Dusche. Die Fitness im eigenen Bad wird immer mehr zum Thema. Neben den gewöhnlichen Pflegeansprüchen sind bei der Fitness-Dusche Dampfbad, Aromatherapie und Wechselduschen inkludiert. Zahlreiche Hersteller bieten individuell einsetzbare Massagedüsen im Seiten-, Rücken-, und Nackenbereich an. Zur Ausstattung gehören zudem meist großzügige Ablageflächen, ein Klappsitz, Innenbeleuchtung und Spiegel, Handbrausen mit variablem Strahl und Fußdüsen. Exquisite Textilien und optimale Lichtquellen machen das Schlafzimmer zu einem Lieblingsort. Die Stoffe des Schweizers Jakob Schlaepfer sind in Textur und Design so außergewöhnlich, dass sie auch rein zur Dekoration verwendet werden. In das richtige Licht gesetzt, werden sie zu Skulpturen. Lange Zeit war Stoff in den Wohnräumen verpönt und galt als unmodern. Sein weicher und wohnlicher Eindruck steht heute im gewünschten Kontrast zum schlichten Gesamtdesign.

Licht setzt Objekte gekonnt in Szene und macht aus jeder Ecke einen Wohlfühlbereich. Das Lichtdesign des niederländischen Designers Brand van Egmond oder jenes von Cattelani & Smith setzt dem individuellen Luxus bei Lichtquellen keine Grenzen. Bei den Konstruktionen des deutschen Designers Ingo Maurer verschwimmen die Grenzen von Design und Kunst. Die Werke strahlen Emotionen aus und lassen uns schmunzelnd über zündende Gestaltungsideen staunen.

Eva Pittertschatscher

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