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Tipps für harmonische Weihnachten

Die schönste Zeit des Jahres wird oft zur Belastungsprobe in Familien – wenn beispielsweise verschiedene Vorstellungen eines gelungenen Festes aufeinanderprallen. Wir geben Tipps für ein friedvolles Weihnachtsfest.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe, der Familie und leider häufig auch des Zeitmangels. In der Weihnachtszeit prallt dieser Zeitdruck auf den perfektionistischen Anspruch, das Fest der Familie gemeinsam so schön wie möglich zu verbringen. „Viele Familien haben ganz besondere Erwartungen an Weihnachten. Wenn diese nicht erfüllt werden, ist die Enttäuschung groß und Streit vorprogrammiert“, so Birgit Satke, Leiterin der Telefonseelsorge „Rat auf Draht“. Die Expertin rät darum zu bewussten Vorkehrungen, um den Druck aus den Feiertagen zu nehmen:

Vorstellungen besprechen

Durch gemeinsame Planung lassen sich Konflikte umgehen. Besprechen Sie vorab, wie die einzelnen Familienmitglieder gerne Weihnachten feiern würden und lassen Sie dabei ruhig Ideen außerhalb Ihrer Gewohnheiten zu. Wie wäre es einmal ohne Geschenke? Oder den Heiligabend nicht zu Hause zu feiern? Wenn die Wünsche sehr unterschiedlich sind, versuchen Sie, einen Kompromiss zu finden, mit dem alle einverstanden sind.

Prioritäten statt Perfektionismus

Rufen Sie sich und Ihrer Familie in Erinnerung, dass es zu Weihnachten nicht nur um Geschenke und Essen geht, sondern die gemeinsame Zeit im Vordergrund steht. Überlegen Sie, wie Sie diese so entspannt wie möglich miteinander verbringen können. Für schöne gemeinsame Tage braucht es keine auf Hochglanz polierte Wohnung mit Festessen und Glitzer-Deko. Oft bringt ein lustiges Spiel mehr Nähe und Vertrautheit. Und auch die Garderobe sollten Sie entspannt angehen: Vielleicht darf es heuer einfach einmal gemütlich sein.

Aufgaben verteilen

In vielen Familien bleibt die ganze Vorbereitung an einer Person hängen – meistens an der Mutter. Nachdem Sie die Feiertage gemeinsam geplant haben, legen Sie fest, wer sich um welchen Teil kümmert. Je nach Alter können Kinder oder Jugendliche mithelfen, den Baum zu schmücken, zu kochen oder das Gästezimmer für Besuch vorzubereiten.

Streithähne trennen

Überlegen Sie, ob Sie wirklich alle Angehörigen zum gleichen Zeitpunkt einladen wollen. Wenn sich zwei absolut nicht vertragen, sollte man sich getrennt treffen. Und wer überhaupt nicht zum Fest kommen möchte, muss das auch nicht.

Konfliktthemen meiden

Kritische Themen sollte man an Weihnachten außen vor lassen. Der Familie tut es gut, ein paar harmonische Tage miteinander zu verbringen. Das stärkt auch für Zeiten, in denen man sich wieder gemeinsam dem Alltag stellt. Über Schulnoten und Piercings des Nachwuchses oder die politische Gesinnung des Onkels kann man auch nach Weihnachten noch debattieren. Sollte es dennoch zu Diskussionen kommen, üben Sie sich in Toleranz und lassen Sie anderen ihre Sichtweise.

 Durchatmen

Wenn das Feiertagsprogramm sehr dicht ist, vergessen Sie nicht, zwischendurch bewusste Pausen einzulegen. Schon wenige Minuten in einer ruhigen Umgebung führen dazu, dass sich gestresste Menschen entspannen. Besonders Kinder profitieren von einem Spaziergang im Park oder Wald.

Sollte es dennoch zum Streit unterm Weihnachtsbaum kommen oder die Situation eskalieren, sind Familien nicht auf sich alleine gestellt: Verschiedene „Notrufnummern“, unter anderem „Rat auf Draht“, sind auch an den Feiertagen rund um die Uhr und kostenlos erreichbar.

Telefonnummern für den Ernstfall

„Rat auf Draht“ (für Kinder, Jugendliche und ihre Familien: 147

Telefonseelsorge (für Erwachsene): 142

„Halt der Gewalt“ (Frauenhelpline): 0800 / 222 555

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