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Hineinspringen ins kühle Nass

Der Sommer steht vor der Tür – und mit ihm die Sehnsucht danach, im Garten ein herrliches Stück Wasser anzulegen. So gelingt das Vorhaben.
Ein Artikel von Christine Gnahn

Platsch! – ein Sprung, und schon befindet man sich mitten im Paradies. Es ist heiß, die Sommersonne scheint kräftig auf den Garten herab, doch hier im Wasser genießt man die angenehm kühlende Erfrischung. Beim abendlichen Grillen auf der Terrasse lauscht man wiederum dem Spiel des sprudelnden Wasserbrunnens – oder blickt entspannt auf den von Seerosen bildschön gezierten Gartenteich. Pflanzen wie Bäume, Blumen und Sträucher im Garten sind ein Aspekt, um diesen zu
einem Ort der Idylle werden zu lassen, Wasserelemente jedoch zaubern ihm erst das gewisse Etwas. Doch was muss man beachten, möchte man den Traum vom eigenen Pool, Teich oder Brunnen realisieren? Dazu halten Experten einige Tipps auf Lager.

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Schwimmen im eigenen Pool
Ob am Morgen vor der Arbeit oder am Abend zum Entspannen: Ein paar Züge im hauseigenen Pool zurückzulegen, ist einfach ein herrliches Gefühl. Wer sich eine Schwimmgelegenheit im Garten einrichten möchte, sollte dabei jedoch darauf achten, den Pool an dem Teil des Gartens aufzustellen, der am meisten von der Sonne bescheint wird – auf diese Weise wird das Wasser natürlich beheizt. Die Länge des Pools wiederum sollte den Ansprüchen der betreffenden Schwimmerinnen und Schwimmer gerecht werden und dabei besser nicht zu kurz sein. Rechnet man von etwa anderthalb Metern, die pro Schwimmzug zurückgelegt werden, kann die Länge entsprechend angepasst werden: Soll es sich um eine Erfrischungsmöglichkeit oder tatsächlich um die Gelegenheit, Bahn für Bahn hinter sich zu lassen, handeln? Bezüglich der Breite kann man in einem Becken pro schwimmender Person zweieinhalb Meter berechnen – zwei nebeneinander schwimmende Personen nehmen in etwa vier bis fünf Meter in Anspruch. Eine Beckentiefe von 1,40 Metern wiederum ist für Schwimmerlebnisse absolut ausreichend und lädt auch zu ruhigen, entspannenden Momenten im Pool ein.
Hinsichtlich des Materials empfiehlt sich für handwerklich Geübte entweder die Stahlwand oder aber ein Polystyrol-Steinbecken: Beide lassen sich selbstständig zusammenbauen und sind dabei stabil und verlässlich. Wer tiefer in die Taschen greifen möchte, für den sind auch das Polyester- und das Edelstahlbecken Optionen. Auch das Thema Temperatur spielt für den Pool eine Rolle: Um nicht nur bei 30 Grad im Schatten, die das Wetter in Österreich nun mal auch im Sommer nicht
gerade jeden Tag beschert, behaglich im Pool plantschen und schwimmen zu können, lässt sich das Wasser mittels Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizen. Eine Abdeckung für den Pool wiederum verhindert ein zu rasches Abkühlen des Wassers. Für eine langanhaltende Freude am eigenen Swimming Pool ist zudem eine geeignete Leiter nicht zu unterschätzen – und natürlich für das Badevergnügen aufbereitetes Wasser. Während Chlor in öffentlichen Bädern unabdingbar ist, kann das Wasser in privaten Bädern auch sanfter durch Brom oder Aktivsauerstoff sauber gehalten werden.

Foto: petrenkod - istockphoto.com

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Autonom mit dem eigenen Brunnen
Kaum etwas klingt so beruhigend, wie das Geräusch plätschernden Wassers. Kein Wunder also, dass sich der Springbrunnen im eigenen Garten großer Beliebtheit erfreut. In zahlreichen Formen, Farben und aus Materialien wie Sandstein, Granit oder Marmor, gibt es hier kaum etwas, das es nicht gibt. Sogenannte Zierbrunnen spenden dabei allerdings kein Wasser – sie kamen in Mode, als fließendes Leitungswasser in mehr und mehr Häusern „richtige“ Brunnen ersetzten und lassen Wasser lediglich zirkulieren. Ein neuer Trend entwickelt sich im Zuge des in Mode geratenen Selbstversorger-Daseins: Denn immer beliebter werden Brunnen im eigenen Garten, die tatsächlich eine eigene und von der Versorgung durch Wasserwerke unabhängige Trinkwasserquelle bieten. Das Graben nach dem Grundwasser ist allerdings keine Angelegenheit, die man ohne Fachkenntnisse auf eigene Faust erledigen sollte – ExpertInnen, so beispielsweise von der AGES,  Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, sind hier wertvolle Ratgeber.

Foto: JoyTasa - istockphoto.com

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Ein Teich für die vollkommene Idylle
Ob See, Fluss oder Bach: Gewässer sind ein wichtiger Bestandteil einer idyllischen, harmonischen Landschaft und schenken ein gutes Gefühl. Kein Wunder also, dass viele Menschen mit dem Gedanken spielen, sich einen Teich, gewissermaßen als Mini-See, im eigenen Garten einzurichten. Im Gegensatz zum Pool ist ein Teich jedoch ein völlig anderes Kaliber, was dessen Pflege betrifft: Während es beim Pool lediglich gilt, diesen sauber zu halten, befindet sich in einem florierenden Teich ein eigenes kleines Ökosystem. Dabei gilt, dass Größe für den Teich grundsätzlich von Vorteil ist: Je größer der Teich, desto leichter kann ein biolo-gisches Gleichgewicht entstehen. Das gilt natürlich nur, wenn der Fischbestand in diesem nicht zu hoch ist. Vor der Größe ist jedoch die Lage für den Teich entscheidend: Weder sollte der Teich unter Bäumen angelegt werden, da herabfallende Nadeln und Blätter das Ökosystem übersäuern würden, noch sollte er den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt sein. Sechs Stunden Sonne am Tag dienen den Pflanzen, um zu wachsen, mehr jedoch würde zu einer zu starken Algenbildung führen. Das Mini-Gewässer im eigenen Garten sollte zudem in drei unterschiedlich tiefen Zonen angelegt werden: Von der Tiefwasserzone mit mindestens einem Meter Tiefe, in der die Fische überwintern können, bis zu den zwei höheren Stufen sollten sich die Übergänge dabei sanft gestalten. Wer alles richtig gemacht hat, kann sich im Sommer an fröhlich im Wasser umherschwimmenden Fischen erfreuen – oder aber mit einem Freudenschrei in den frisch angelegten Pool springen.

Fotos: Fotos: BasieB – istockphoto.com; Eleonore H – fotolia.com; cjmckendry – istockphoto.com
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