Meine perfekte Oase

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Meine perfekte Oase

Das Leben beginnt an dem Tag, an dem man einen Garten anlegt, so lautet eine chinesische Weisheit. Für viele gehört auch Wasser im Garten zur hohen Lebensqualität. Biotop, Gartenteich, Schwimmteich oder doch ein Pool? Die BAYERIN mit den besten Tipps für Sie!
 Ein Artikel von Maria Riedler

planWer träumt nicht davon? Vom eigenen Swimmingpool oder vom eigenen Schwimmteich. Beides ist meistens nicht gerade billig, und die Entscheidung für Pool oder Teich fällt daher nicht leicht. Wer einen Gartenteich anlegen will, wird von der Vielfalt der Möglichkeiten überrascht sein. Nach wie vor gibt es natürlich die klassischen Biotope, die sich lediglich „selbst“ reinigen: Das Biotop ist von Pflanzen umgeben, diese sorgen für die natürliche Säuberung des Wassers. Das kostet freilich Schwimmfläche, die man sich mit der Natur „teilen“ muss und die bei der Größenplanung von Pflanzengürtel mitzubedenken ist.

Neben persönlichen Vorlieben beeinflussen auch der Stil des Gartens und seine vorrangige Nutzung die Entscheidung.

Naturliebhaber werden sich eher für einen Gartenteich mit geschwungenem Ufer und einer großen Vielfalt an Pflanzen entscheiden, in der auch heimische Tiere einen Lebensraum finden. Früher gab es neben dem klassischen Swimmingpool nicht besonders viele Alternativen. Mittlerweile hat sich in diesem Bereich viel getan. Naturpools und Schwimmteiche sind zurzeit besonders gefragt. Die Vorteile eines Schwimmteichs liegen im umweltschonenden Betrieb. Die Reinigung des Wassers mit chemischen Stoffen fällt weg. Allerdings gilt es bei der Errichtung eines privaten Schwimmteichs zu bedenken, dass die Errichtungskosten höher sind als bei der „einfachen Pool-Lösung“. Dafür machen Libellen, Frösche und schöne Wasserpflanzen aus der nützlichen Abkühlung einen idyllischen und wertvollen Lebensraum.

Biotope wären ein optischer Blickfang, der nicht für Badezwecke bestimmt ist. Sie sind für Natur- und Fischliebhaber geeignet und sind auch für kleine Gärten zu empfehlen.

poolRichtiger Standort

Schwimmteiche sind ebenso eine sehr naturverbundene Lösung für alle Naturliebhaber. Entscheidend dafür, dass private Schwimmteiche zu Erholungszonen werden, sind aber nicht nur Preis und Aussehen, sondern auch der richtige Standort. Dieser ist teilweise beschattet, liegt aber nicht direkt unter einem Baum. Schwimmteiche haben idealerweise individuelle Größen und Tiefen und sind nur für größere Gärten geeignet. Die unterschiedlichen Tiefenzonen sind Voraussetzung für das ökologische Gleichgewicht. Ausreichende Bepflanzung und Ausdehnung der Sumpf- und Pflanzzone sind genauso wichtig wie Schling- und Unterwasserpflanzen, die dem Teich Nährstoffe entziehen und dadurch den Algenbefall reduzieren.

Wenn ein Schwimmteich mit üppiger Bepflanzung und entsprechender Tierwelt gewünscht wird, ist ein Naturpool definitiv das falsche Produkt. Hier arbeitet man mit einer hoch technisierten Filterung, die es unmöglich macht, einen solchen natürlichen Lebensraum zu gewährleisten. Auch das Erwärmen des Wassers ist ein wichtiges Kriterium. Bei einem klassischen Schwimmteich ist die Temperatur nicht steuerbar. Selbst die
Wassertiefe ist reglementiert. Beim Schwimmteich fängt die Tiefe etwa ab 2,5 Metern an, beim Naturpool liegt der Maximalwert bei 1,5 Metern. Ab 150m² kann diese Variante ohne Pumpen, Filter und chemische Zusätze auskommen. Generell sollte aber auch hier auf ein Filtersystem gesetzt werden. In punkto Größe ist eine großzügige Planung von Vorteil. Vergleicht man die Schwimmfläche eines Pools und eines Teiches, so braucht man für den Teich doppelt so viel Fläche.

Der Pool im Teich wäre eine sehr pflegeleichte Variante des Schwimmteichs. Er braucht individuelle Größen und Tiefen und ist mit individueller Bepflanzung für Schwimmer und Nichtschwimmer und auch für kleinere Gärten geeignet. Ein Naturpool kommt ohne Chemie aus. Er besteht aus einem bepflanzten Regenerations- und einem Badebereich. Die Pflanzen sollte man so wählen, dass sie den jeweiligen Witterungsbedingungen standhalten. Außerdem muss man auf Algenbildung achten, eine regelmäßige Entfernung ist empfehlenswert. Aufgrund des großen Schwimmbereichs ist der Einbau eines zusätzlichen Filtersystems unbedingt notwendig.


Klassischer Swimmingpool

Hier unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Typen: dem Folienbecken und den vorgefertigten Wannenmodellen. Bei Pools mit Folienauskleidung sind der Form und Größe fast keine Grenzen gesetzt. terrasse_poolDie Folie kann auf jeden tragfähigen Untergrund, Beton-, Fliesen-, Metall- oder Kunststoffbecken verlegt werden. Die vorgefertigten Modelle unterscheiden sich lediglich in Material und Größe, eine individuelle Gestaltung ist hier allerdings nur begrenzt möglich. Generell sollte man die Form und die Proportion der Architektur des Hauses anpassen. Beliebte Materialien sind glasfaserverstärktes Polyester, Kunststofffolien, Edelstahl- oder Stahlwandbecken. Die Reinigung des Wassers erfolgt durch Chemie. Elektrolyseanlagen sind eine Reinigungs-Alternative. Diese sorgen für eine minimale Versorgung des Badewassers mit Salz, dadurch kann der pH-Wert regelmäßig auf einen hygienisch bedenkenlosen Wert heruntergesetzt werden.

Letztlich ist alles eine Geschmacksfrage. Doch egal, für welches Modell man sich entscheidet: Erfrischung ist garantiert.

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