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Schüssel voller Glück

Bunt, variantenreich, gesund – und außerdem schmeckt’s auch noch so richtig gut: kein Wunder, dass der Trend Buddha Bowls nun (endlich) auch bei uns angekommen ist.
Ein Artikel von Doris Thallinger
Foto: sveta_zarzamora - istockphoto.com

Foto: sveta_zarzamora – istockphoto.com

Der Trend der Buddha Bowls kommt – wie könnte es anders sein – aus den USA. Nach Mood Food und Happy Food steht bei den bunten Schalen des Glücks der „Bliss“ im Fokus: die Glückseligkeit. Auf der ewigen Suche nach dem Glück und der ultimativen Zufriedenheit für Körper, Geist und Seele spielen eben auch die Nahrung und nicht zuletzt der Genuss eine große Rolle.
Das Konzept ist einfach: Buddha Bowls sind einfach zuzubereiten, extrem nährstoffreich und sättigend, dabei aber sehr gesund und – sie sind wunderschön anzuschauen. Allein die Bilder der Gerichte, die zunehmend auch auf Instagram und Pinterest kursieren, machen glücklich. Denn eine Buddha Bowl ist prall gefüllt mit farbenfrohen Zutaten. Und da sich die Schale durch die Vielzahl der Komponenten so schön nach außen wölbt, wirkt sie rund wie Buddhas Bauch, den Genießer macht sie so zufrieden und gelassen wie Buddha es war; daher der Name.
Eigentlich aber stammt der Name Buddha Bowl aus dem Zen-Buddhismus: Ōryōki ist die meditative, rituelle Form des Essens, die auf einer jahrhundertealten pflanzenbasierten Ernährungstradition basiert. Das Ōryōki-Set umfasst traditionell einen Satz Schalen, die größte dieser Schalen wird Buddha Bowl genannt.

Bewusstes Genießen
Die Basis der Buddha Bowls vereint Ernährungsprinzipien der chinesischen und japanischen Medizin: Gemüse, egal ob roh, geröstet oder gedämpft, komplexe Kohlenhydrate (insbesondere Pseudo-Getreide wie Buchweizen, Quinoa oder Amaranth, (pflanzliche) Proteine wie Linsen, Bohnen, Tofu, Tempeh oder Falafel, und unverarbeitete Fette in Form von Avocados, Samen und Nüssen sind die Fixbestandteile der bunten Schüsseln.
Dabei setzt sich der Inhalt zusammen aus 40 Prozent Vitaminen (buntem Gemüse, Salaten), 35 bis 40 Prozent vollwertigen Körnern und glutenfreiem Getreide, 10 bis 15 Prozent (pflanzlichen) Proteinen und 10 Prozent gesunden Fetten. Köstlich im Geschmack, gut sättigend und mit wahren Glücksbomben garniert, sind die Buddha Bowls damit wirklich Schalen voller Glückseligkeit!

Unendlich viele Varianten
Was nicht fehlen darf, sind zum einen die passenden Saucen und Dips (natürlich selbst gemacht) und zum anderen die Toppings, wie Sprossen, gerösteter Sesam, gehackte Nüsse, Sonnenblumenkerne, …
Denn auch das ist einer der Vorzüge der Buddha Bowls: der Fantasie und der unterschiedlichen Zusammenstellung der Komponenten sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Foto: Callwey Verlag

Foto: Callwey Verlag

Wohlfühl Bowl mit Sanddorn

Zutaten:
50 g Dinkel- oder Haferflocken, 1 EL Flohsamenschalen, 2 Datteln, 1 TL Kokosflocken, 200 ml Wasser, 150 ml Hafermilch, 1 TL reines Sanddornpüree, volle Frucht, 1 TL Chufas (Erdmandel), gemahlen
Toppings: Obst der Saison wie Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Kiwi, Maracuja und Kokos

Zubereitung:
Flocken mit Flohsamen, Datteln und Kokosflocken in eine Schüssel geben. Wasser und Hafermilch unterrühren und das Ganze eine Stunde – oder besser über Nacht – im Kühlschrank einweichen.
Sanddornpüree und Chufas unterrühren. Gegebenenfalls nochmals etwas Flüssigkeit hinzufügen.
Mit den Lieblingstoppings servieren.

Regenbogen-Bowl

Foto: Callwey Verlag

Regenbogen Bliss Bowl mit bunter Bete

Zutaten:
250 ml Gemüsebrühe, 70 g Polenta, Optional: Kokosfett und Soja-Sauce, Bunte Bete, ¼ Avocado, 3 Erdbeeren, ½ Lauchzwiebel, 1 Urkarotte, Saft einer Zitrone
Toppings: Maracuja, Buchweizen, Hanfsamen (geschält), Schwarzkümmel, Pekannüsse

Zubereitung:
Polenta-Crispys: Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Sobald sie aufschäumt, Maisgrieß einrühren und 10 Minuten köcheln lassen. Dabei öfter umrühren.
Die Polenta etwa 1 cm dick auf das Backblech streichen und abkühlen lassen. Mit einem Keks-Ausstecher oder Messer die Polenta in die gewünschte Form bringen. 10-15 Minuten lang im Backofen backen. Eventuell mit etwas Kokosfett und Soja-Sauce bestreichen.
Bowl: Bunte Bete, Avocado und Erdbeeren in Scheiben, Lauchzwiebel in Ringe schneiden, Karotten spänen. Alle Zutaten in einer Schale anrichten, mit Zitrone beträufeln und mit den Toppings servieren.

Azuki-Bowl

Foto: Callwey Verlag

Adzuki Bowl mit Kichererbsen

Zutaten:
70 g Vollkornreis, 50 g Adzukibohnen, 1-2 Karotten, 1 Handvoll Cocktailtomaten, ¼ Avocado
Kichererbsen: ½ TL Kokosfett, 50 g Kichererbsen, gekocht, 1 EL Balsamico Essig, 1 TL Ahornsirup, 1/8 TL Curry, ½ TL Soja-Sauce
Toppings: Sprossen, Petersilie, schwarzer Sesam
Dressing: Caesar Dressing

Zubereitung:
Adzukibohnen und Reis nach Packungsbeilage zubereiten.
Kichererbsen: Kokosfett in einer Pfanne erhitzen. Kichererbsen dazugeben und kurz, etwa drei Minuten, anbraten. Die restlichen Zutaten hinzufügen und weitere 2 bis 3 Minuten glasieren.
Bowl: Karotten und Tomaten waschen, Avocado schälen. Karotten mit einem Sparschäler spänen, Tomaten und Avocado in Scheiben schneiden.
Alle Zutaten in einer Schüssel anrichten, mit den Toppings und Caesar Dressing anrichten.

Waller_Buddha_Bowls

Mehr über Buddha Bowls und viele weitere Rezeptideen liefert das Buch „Buddha Bowls – Eine Schüssel voll Glück“ von Annelina Waller, erschienen im Callwey Verlag.

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