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Unsere Haut und wir…

Von A wie Anti-Falten-Creme bis Z wie Zellerneuerung
Ein Artikel von Doris Ahornegger

Mit fast zwei Quadratmetern Fläche ist unsere Haut nicht nur das größte Organ des Menschen, sondern dank ihrer Funktion als Schutzschild, Klimaanlage und Speicher auch das vielseitigste. Schutz und Pflege sind daher ein Muss – und zwar schon in jungen Jahren.

Foto: PainterSaba - istockphoto.com

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Bye Bye Pfirsichhaut
Doch auch wenn viele von uns mit allen (und oft sagenhaft teuren) Mitteln versuchen, sich dagegen zu wehren – Hautalterung ist vorprogrammiert. Fettgehalt, stützendes Kollagen und elastische Fasern schwinden mit zunehmendem Alter, der Körper versorgt die Zellen schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen, die Regenerationsfähigkeit unserer Haut lässt nach. Sie wird trockener, dünner und verliert an Spannkraft.
Wie schnell dieser Prozess vor sich geht, bestimmen neben den Genen, mit denen wir gesegnet sind – oder eben nicht – vor allem Umweltfaktoren, die wir sehr wohl beeinflussen können. Sonnenlicht, Nikotin, Alkohol, wenig Schlaf oder schlechte Ernährung etwa setzen der Haut zu und lassen sie frühzeitig schlaff und runzelig werden.

Sonnenbrand – ein absolutes No-Go!
„Das Schlimmste, was wir unserer Haut antun können, ist, sie ungeschützt der Sonne auszusetzen!“, warnt die Salzburger Dermatologin Ulrike Lanner. Sie empfiehlt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene Sonnenschutzprodukte mit Lichtschutzfaktor 50. Lanner rät dabei zu mineralischen Produkten, die unsere Haut wie ein Schirm schützen und sich auch leicht wieder abwaschen lassen.

Jedem Alter seine Pflege

Foto: GMint - istockphoto.com

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Ein Pauschalrezept für gesunde, frische Haut gibt es nicht. Je nach Typ und Alter hat unsere Haut unterschiedliche Bedürfnisse. Mit 20 ist die Haut noch in Topform, die Hautzellen brauchen nur rund 28 Tage, um sich zu erneuern. Doch Vorsicht! Jetzt wird der Grundstock für später gelegt. Mit der richtigen Pflege lässt sich vorzeitige Hautalterung vermeiden.
Ab dem 30. Lebensjahr wird die Haut allmählich trockener, sie produziert um rund 30 Prozent weniger Fett als zehn Jahre zuvor. Der Körper stellt auch weniger Kollagen her. Die Haut wird deshalb nicht mehr so gut gestützt und gepolstert – das Bindegewebe lässt nach. Erste Mimikfältchen rund um Augen und Mund machen sich bemerkbar.
Die Pflege der Haut sollte jetzt reichhaltiger sein. Spezielle Masken und Substanzen, wie Hyaluronsäure und Urea, die viel Feuchtigkeit binden können, sind eine sinnvolle Anti-Aging-Strategie. „Anti-Aging-Produkte haben durchaus ihre Berechtigung, doch es muss uns klar sein, dass sie die Hautalterung nur verzögern, nicht stoppen können“, so Lanner. In puncto Reinigung rät die Dermatologin zu sanften Enzym-Peelings. Sie unterstützen die Revitalisierung der Haut – und damit den Kollagenaufbau.

Der fehlende „Glow“
Anfang 40 vertiefen sich die Fältchen um Augen und Mund allmählich. Viele Menschen klagen jetzt über die verlorengegangene Strahlkraft der Haut, den sogenannten „Glow“. „Am Schönsten ist unsere Haut, wenn sie arbeitet, sprich, gut durchblutet wird“, so Dr. Lanner, „und da können wir nachhelfen. Mit einer manuellen Lymph-drainage oder sanften Gesichtsmassagen etwa.“

Die richtige Ernährung
Je älter wir werden, umso empfindlicher wird die Haut. Um die 50 zeigen sich erste Alters- und Pigmentflecken. Vermeiden lassen sie sich nicht, jedoch kann man auch ihnen mit einem das ganze Jahr über verwendeten hohen Lichtschutzfaktor vorbeugen. Zudem sollten mit zunehmendem Alter auch Seren in die tägliche Pflege integriert werden, sie enthalten bis zu dreimal so viele Wirkstoffe wie Cremes. Doch nicht nur von außen kann man der Haut Gutes tun, sondern auch von innen: In erster Linie sollte man darauf achten, genügend Flüssigkeit, also 2-3 Liter Wasser pro Tag, zu trinken, um die Hautzellen mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen. Bei der Ernährung sollten es vor allem frische und vitaminreiche Zutaten sein. Denn Vitamine können die freien Radikale im Körper binden und so die Hautalterung verlangsamen.

Wenn die Hormone verrückt spielen
Wie in der Pubertät, werden Hautunreinheiten, Rötungen und Juckreiz auch in den Wechseljahren häufig zum Thema. Umso mehr ist dann auf parfumfreie und dermatologisch getestete Cremes mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen zu achten. „Weniger ist mehr – ist hier wie so oft die Devise“, so Ulrike Lanner. Und weiter: „Auch ein faltenfreies Gesicht ist nicht schön, wenn die Mundwinkel stets nach unten hängen.“ Wenn wir hingegen unserer Heiterkeit freien Lauf lassen und richtig Lachen, wirkt sich das positiv auf unsere Haut aus. Wir atmen mehr Sauerstoff ein und unsere Zellen werden besser versorgt. Die Blockade der Stresshormone und der erhöhte Anteil von Endorphinen tut unserer Haut ebenfalls gut und beugt Pickeln vor. Lachen erweist sich also wieder einmal als die beste Medizin!

Bye Bye Pfirsichhaut
Grafik: elenabsl – stock.adobe.com
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